Wildkameras mit GPRS, MMS und Email (Mobilfunk)

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Die meisten Hersteller führen zu den klassischen Wildkameras auch Modelle, die eine direkte Übertragung über WLAN, GPRS, MMS oder Email auf Ihr Smartphone oder Computer senden. Die bekanntesten Modelle sind hier sicherlich Minox DTC 1000 und die Dörr Snapshot Mobil. In diese GPRS/MMS Wildkameras muss hierzu, zusätzlich zu SD Speicherkarte noch eine Mobilfunkkarte eingelegt werden. Hierzu können handelsübliche Mobilfunkkarten mit Vertrag oder auch als Prepaid Version genutzt werden. Die Wildkamera ist dann auf die Karte entsprechend einzustellen.

Nimmt die Kamera dann ein Foto oder Video auf, so schickt sie dieses nahezu zeitlich über die Mobilfunkkarte und das Mobilfunknetz auf die eingestellte Nummer oder Mailadresse. Durch diese Direktübertragung sind sie dann automatisch und aktuell über die neusten Ereignisse an der Kamera informiert. Diese Funktionalität bietet sich besonders bei schützenswerten Objekten wie Jagdhütten, Baustellen, etc an. Aber natürlich genauso ideal an der Kirrung. Sie wissen dann automatisch ob sich aktuell etwas im Revier etwas tut. Durch den Einsatz dieser MMS/GPRS Wildkameras haben viele Reviere bezüglich der Kirrungen eine Automatisierung reingebracht. Ein tägliches Anfahren der Kirrung kann dadurch komplett entfallen, da bei einer Aktivität an der Kirrung die Kamera dies selbständig übertragen hätte. Ein Auslesen von herkömmlichen Wildkameras, Wilduhrkontrolle oder Annahme der Kirrung kann hierdurch vollkommen entfallen.

In Kombination mit einem Futterautomaten lassen sich dadurch auch optimal Auslandsjagden oder weit entfernte Reviere optimal managen. Bitte beachten Sie hierzu jedoch die genaue, aktuelle Rechtslage. Gerne beraten wir Sie hier ausführlich.

Ein weiterer, großer Vorteil von MMS/GPRS Kameras ist die Steuermöglichkeit über das Handy. Möchten Sie, weil sie sich aktuell im Revier befinden, ein Auslösen der Kamera stoppen, können Sie die Wildkamera über SMS darüber informieren, sich selbständig abzuschalten. Dies ist auch dann sinnvoll wenn eine Rotte mit Wildschweinen gerade die Kirrung durchgräbt und mehrere Stunden dort ist. Die Kamera würde dann fortlaufend Bilder senden. Per SMS schalten Sie diese einfach ab und bei Bedarf wieder ein. Der Einsatzbereich ist dadurch nahezu grenzenlos. Diese Steuerfunktion der MMS Wildkameras ist auch für andere Bereiche entsprechend nützlich. Mit Hilfe eines Solarpanels an der Wildkamera kann die Kamera dann quasi Energieunabhängig auch über Jahre am gleichen Ort hängen, ohne dass eine Nachkontrolle der Wildkamera erforderlich ist.

MMS/GPRS Wildkameras und die SSL Verschlüsselung in Email Servern.

Aktuell unterstützen fast keine MMS/GPRS Wildkameras, Emailprovider mit der neuen SSL Verschlüsselung. Hierzu hat der Wildkamerahersteller Dörr ein entsprechendes Schreiben veröffentlicht:

Wie Sie vielleicht schon erfahren haben, stellen vereinzelte E-Mail Anbieter wie zum Beispiel GMX, Web.de, Freenet und T-Online unter dem Projekt „E-Mail made in Germany“ im Laufe der nächsten Zeit auf eine sogenannte SSL-Verschlüsselung um, die Kunden vor unerwünschten Zugriffen Dritter schützen soll.

Eine SSL-Verschlüsselung bieten die meisten Provider schon seit vielen Jahren an. In naher Zukunft wird dem Nutzer leider nicht mehr die Wahl gelassen ob er den unverschlüsselten Standard-Versand (SMTP) verwenden möchte oder die neue verschlüsselte Variante (SMTPS mit SSL/TLS).

Die SSL-Verschlüsselung wird von unseren Snap Shot Modellen „Dörr Snap Shot Mobil 5.0“ und „Dörr Snap Shot Mobil 5.1“ nicht unterstützt. Bei einem Wechsel zu anderen Providern können Kosten entstehen.

Es handelt sich hierbei allerdings auch nicht um ein Qualitätsmerkmal der Kameras.

In unserer  Beschreibung wie auch in der Bedienungsanleitung machen wir folgende Angabe:

„Der Datenaustausch per MMS, SMS und GPRS ist immer mit Kosten verbunden. Diese Kosten können je nach Tarif und Anbieter variieren und sind nicht durch den Kauf dieser Kamera abgedeckt. Bitte informieren Sie sich über die Tarifmöglichkeiten wie zum Beispiel Partnerkarten und deren Kosten bei Ihrem Mobilfunkanbieter.“

Probleme mit der SSL Verschlüsselung und Ihrem Emailprovider bei Wildkameras? Wir haben die Lösung!

Die Firma Seven Oaks bietet eine perfekte SIM-Kartenlösung für Wildkameras. Die Karte funktioniert nach dem einfachen Plug&Play Prinzip. Die Wildkamerakarte funktioniert dabei in allen 28 europäischen Ländern, zusätzlich der Schweiz und Lichtenstein. Dabei ist die Sim Karte für Wildkameras nicht auf einen Provider beschränkt sondern sucht sich immer die beste Verbindung am jeweiligen Standort. Umständliches Austesten der Netzverfügbarkeit unterschiedlicher Provider am Aufstellungsort der Kamera entfällt dadurch komplett!

Die Kamera unterstützt die gängigsten MMS/GPRS Wildkameras:

  • Dörr Mobil und Mobil Black 5.0
  • Dörr Mobil und Mobil Black 5.1
  • Minox DTC1000
  • UWAY MB500
  • UWAY VHGSM
  • Seissiger GPRS-CAM 8MP
  • Seissiger GPRS-CAM 2
  • Profi-Tech SG880MK-8M
  • Profi-Tech MG582-8M

Fertige Profile für die Wildkameraeinstellungen stehen zum Download bereit. Dadurch gibt es keine Probleme bei den Einstellungen der Kameras mehr. Einfachste und schnellste Installation der Wildkamera wird hierdurch möglich.

Probleme bei der SSL Verschlüsselung gibt es hier nicht. Es muss auch hier kein Emailprovider eingerichtet werden, da die Bilder über den eigenen Server von Seven Oaks laufen und Sie dort alles einstellen können. Über eine Push to Handy Funktion können Sie die Bilder ganz einfach auf Ihr Handy schicken lassen.

Die Gebühren der Simple Sim von Seven Oaks sind sehr günstig.

  • Einmalige Freischaltungsgebühr je Karte 29,95 € (inkl. 300 Freibilder).
  • Die Servernutzungsgebühr ab dem zweiten Jahr beträgt je Karte 14,95 € im Jahr (ab 10 Karten 11,95 € jährlich).
  • Europaweit max. 2,9 Ct pro Bild In allen 28 Ländern der EU sowie Lichtenstein, der Schweiz und Norwegen

1 Kommentar
  1. Jörn Wellhausen 7. Mai 2015 at 14:23

    Die Anwort von Dörr ist eine Frechheit:

    > vereinzelte E-Mail Anbieter wie zum Beispiel GMX, Web.de, Freenet und T-Online

    die “vereinzelten Provider” dürften im groben und ganzen die Provider mit dem meisten Mailverkehr in Deutschland sein. Auch GMail und div. andere Provider erlauben nur noch verschlüsselten Mailversand oder haben die Umstellung angekündigt.

    > Eine SSL-Verschlüsselung bieten die meisten Provider schon seit vielen Jahren …

    Eigentlich genug Zeit, die Kamera Firmware anzupassen

    >…oder neue verschlüsselte Variante (SMTPS mit SSL/TLS).

    Die ist nicht neu, siehe einen Satz weiter oben. Und das Problem ist gar nicht so sehr der unverschlüsselte Mailverkehr, sondern das OHNE SSL auch die Mail-Passwörter unverschlüsselt über die Leitung gehen.

    >Es handelt sich hierbei allerdings auch nicht um ein Qualitätsmerkmal der Kameras.

    Wohl wahr. Von Qualität in dem Zusammenhang kann man in dem Fall nicht wirklich sprechen. Allerdings sollte man die Email funktion aus dem Werbetexten heraus nehmen. Denn Mail Verkehr wird über kurz oder lang mit den Kameras nicht mehr möglich sein.

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